Regelmäßige Termine zur Krebsfrüherkennung sind nach einer Transplantation wichtig.

Regelmäßige Krebsvorsorge nach Transplantation wird empfohlen

Zur medizinischen Betreuung nach der Transplantation gehört u. a. die Vorsorge und Behandlung von möglichen Nebenwirkungen, die durch die Immunsuppression verursacht werden. Die medizinischen Fachgesellschaften empfehlen daher auch regelmäßige Kontrollen zur Früherkennung von Krebserkrankungen.

Das Risiko, nach einer Transplantation an Krebs zu erkranken, ist von mehreren Faktoren abhängig. Beispielsweise spielen bestimmte Vorerkrankungen, welches Organ transplantiert wurde oder das Alter eine Rolle. Welche Untersuchungen durchgeführt werden sollten und in welchen Zeitabständen kann daher, je nach individuellem Risiko des Transplantierten, unterschiedlich sein.

Schaubild über das Vorsorgekonzept gegen Hautkrebs nach einer Organtransplantation.
Vereinfacht dargestelltes Nachsorgekonzept für Hautkrebs nach Transplantation (mod. nach [2])

Die medizinischen Empfehlungen sehen beispielsweise vor, dass immunsupprimierte Patienten mit normalem Hautkrebsrisiko einmal jährlich eine dermatologische Kontrolle wahrnehmen sollten, Patienten mit mittlerem und hohem Risiko halbjährlich bzw. noch häufiger (siehe Grafik). Idealerweise sollte schon vor der Transplantation eine Untersuchung der Haut erfolgen. Auch die regelmäßige Selbstuntersuchung ist Teil des Nachsorgekonzepts [1, 2].

Weitere empfohlene Krebsvorsorgeuntersuchungen sind je nach individueller Situation z. B. eine Untersuchung der Lymphknoten, der Genitalien, des Darms, der Brust oder der Leber [1].

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Cornelia Dietz

Erstellt am:
11.09.2017

Quellen:
[1] Schrem H, Barg-Hock H, Strassburg CP et al.: Nachsorge bei Organtransplantierten. Dtsch Arztebl Int, 2009; 106 (9): 148–55.
[2] Ulrich C, Arnold R, Frei U, Hetzer R, Neuhaus P, Stockfleth E: Hautveränderungen nach Organtransplantation. Dtsch Arztebl Int, 2014; 111 (11): 188−94.

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