Erkrankungen, bei denen eine allogene Blutstammzelltransplantation infrage kommt
In Deutschland werden derzeit etwa 2.500 allogene Blutstammzelltransplantationen pro Jahr durchgeführt. Davon ist der überwiegende Teil eine Ersttransplantation, bei manchen Patienten wird nach einiger Zeit auch eine zweite Transplantation vorgenommen [1].
Die allogene Blutstammzelltransplantation kann bei Erkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems durchgeführt werden, wenn also die Bildung oder Reifung von Blutzellen gestört ist. Am häufigsten wird sie derzeit bei Leukämien (Blutkrebs) und Lymphomen (Lymphdrüsenkrebs) vorgenommen.
Die allogene Blutstammzelltransplantation kommt jedoch in der Regel erst zum Einsatz, wenn andere Behandlungsversuche allein (z. B. Chemotherapie oder Bestrahlung) nicht ausreichen, um eine dauerhafte Krankheitskontrolle zu gewähren.

