Visite im Krankenhaus - verschiedene Erkrankungen können zu einem chronischen Nierenversagen führen

Erkrankungen

Wenn die eigenen Nieren unwiederbringlich versagen, wird dies als chronisches Nierenversagen bzw. chronische Niereninsuffizienz bezeichnet. Verschiedene Erkrankungen können zu einem chronischen Nierenversagen führen.

In Deutschland und anderen Wohlstandsgesellschaften ist der Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) die häufigste Ursache für ein chronisches Nierenversagen. Die hohen Blutzuckerkonzentrationen schädigen die Wände der Blutgefäße. Dadurch werden verschiedene Organe schlechter durchblutet. Über einen Zeitraum von mehreren bis vielen Jahren entwickeln sich Schäden an verschiedenen Organen. Da die Nieren von sehr vielen kleinen Blutgefäßen durchzogen werden, gehören sie zu den Organen, die bei Diabetikern typischerweise geschädigt werden.

Die zweithäufigste Ursache ist der Bluthochdruck. Auch er schädigt die Gefäßwände. Vereinfacht gesagt, führt die Druckbelastung zu einer Verhärtung und Verdickung der Gefäßwände. Es entsteht eine Arteriosklerose. Infolge dieser Gefäßveränderungen werden die Nieren schlechter durchblutet.

Weitere Erkrankungen, die zu einem chronischen Nierenversagen führen können, sind die Glomerulonephritis, die interstitielle Nephritis, Zystennieren u. a.

Unabhängig davon, welche Erkrankung das Nierenversagen ausgelöst hat, führt die chronische Niereninsuffizienz bei allen Erkrankten zu ähnlichen Krankheitszeichen und Folgeerkrankungen.

Stand:
20.05.2014

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
22.12.2010, 20.05.2014

Erstellt am:
10.11.2009

Quellen:
[1] Nierenersatztherapie in Deutschland. Jahresbericht QuaSi Niere 2006/2007 (www.bundesverband-niere.de/fileadmin/user_upload/QuaSi-Niere-Bericht_2006-2007.pdf, zuletzt besucht am 16.06.2014)

Weitere Artikel zum Thema Nierenversagen:

nach oben