Lungentransplantation: Einleitung

Wenn die Lunge unheilbar zu versagen droht, kann eine Lungentransplantation die einzige Behandlungsmöglichkeit sein, die das Leben des schwer kranken Patienten retten kann. Bei einer Lungentransplantation werden dem Patienten ein oder zwei Lungenflügel eines Organspenders eingesetzt. Diese übernehmen dann alle Aufgaben der geschädigten eigenen Lunge. Die wichtigste Aufgabe der Lunge ist der Gasaustausch, also die Aufnahme von Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft ins Blut und das Abatmen von Kohlendioxid aus dem Blut über die Ausatmung.

Die Lungentransplantation ist heute eine anerkannte Behandlungsform verschiedener Lungenerkrankungen im Endstadium. 1988 haben Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover erstmals in Deutschland eine Lunge transplantiert. Mittlerweile finden in Deutschland pro Jahr über 300 Transplantationen der Lunge statt [1].

Etappen einer Organtransplantation

Unabhängig davon, um welches Organ es sich handelt - der Weg zum Leben mit einem Spenderorgan ist nahezu der Gleiche. Man kann sagen, dass alle Organempfänger vier Etappen durchlaufen:

1. Wartezeit: Besteht wegen einer schweren Erkrankung die Notwendigkeit für eine Transplantation, kann sich der Patient auf die so genannte „Warteliste" setzen lassen. Oft dauert es einige Monate bis Jahre, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht.
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2. Operation: Dann folgt die Transplantation, also die Operation, in der dem Empfänger das Spenderorgan übertragen wird.
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3. Die ersten Monate: Nach der Transplantation ist zunächst eine intensive medizinische Betreuung notwendig. Das neue Organ muss seine Arbeit aufnehmen und soll auch langfristig gut funktionieren. Normalerweise würde es vom Abwehrsystem des Körpers als „fremdes" Gewebe erkannt und angegriffen werden. Obwohl hierbei andere Mechanismen zum Tragen kommen, ist das Prinzip vergleichbar mit der Unverträglichkeit zwischen verschiedenen Blutgruppen. Deshalb müssen ab der Transplantation lebenslang Medikamente eingenommen werden, die das Abwehrsystem regulieren (Immunsuppressiva). Nur so kann das Organ vom Körper angenommen werden und funktionieren. In den ersten Monaten nach der Transplantation muss sich der Patient noch sehr oft zu Untersuchungen in seinem Transplantationszentrum vorstellen. Dabei wird unter anderem die Dosis der Medikamente individuell auf den Patienten abgestimmt.
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4. Das neue Leben: Nachdem sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat, kann das neue Leben genossen werden. Damit die Transplantation langfristig erfolgreich bleibt, sind jedoch weiterhin regelmäßige Nachuntersuchungen am Transplantationszentrum notwendig. Außerdem kann man als Patient viel dazu beitragen, dass das transplantierte Organ lange gut arbeitet, indem man einige Dinge beachtet.
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Stand:
11.12.2017

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
11.12.2017

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Deutsche Stiftung Organtransplantation (www.dso.de, zuletzt besucht am 18.05.2017)
[2] Krukemeyer MG, Lison AE: Transplantationsmedizin. De Gruyter Verlag, Berlin 2006

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