Erkrankungen, die zu einer Herzinsuffizienz führen können
Patienten, die auf eine Herztransplantation warten, leiden an einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) im Endstadium. Die häufigsten Ursachen für eine solch schwere Form des Herzversagens sind Herzmuskelerkrankungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) sowie Erkrankungen der Herzklappen. Seltenere Ursachen sind systemische Speicherkrankheiten, wie z. B. eine Amyloidose oder der Morbus Fabry.
Bei Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) ist das Muskelgewebe des Herzens zu schwach, um ausreichend Blut in den Blutkreislauf zu pumpen.
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Die Herzkranzgefäße sind für die Durchblutung des Herzmuskels zuständig. Sind sie durch die Arteriosklerose verengt und verkalkt, wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dies hat oft einen Herzinfarkt mit Verlust der Pumpkraft des Herzens zur Folge.
Die Herzklappen können verengt sein oder nicht mehr richtig schließen. In beiden Fällen wird nicht die optimale Menge an Blut mit einem Herzschlag in den Blutkreislauf gepumpt.
Bei den systemischen Speichererkrankungen kommt es zu einer Ablagerung verschiedener Stoffe im Herzen, wodurch die Herzfunktion zunehmend eingeschränkt wird.
Unabhängig davon, welche Erkrankung die Herzinsuffizienz verursacht hat, treten bei allen Erkrankten ähnliche Symptome (Beschwerden) auf.
Stand:
15.07.2010