Anatomie: Lage des Herzens im Brustkorb
Lage des Herzens im Brustkorb

Herztransplantation: Einleitung

Wenn das Herz immer schwächer wird und ein endgültiges Versagen droht, ist eine Herztransplantation die einzige Behandlung, die das Leben des schwer kranken Patienten retten kann. Bei einer Herztransplantation wird das eigene Herz entfernt und das Herz eines Organspenders eingesetzt. Das Spenderherz übernimmt dann die Aufgaben des geschädigten eigenen Herzens. Die wichtigste Aufgabe des Herzens ist, das Blut in den Körperkreislauf und den Lungenkreislauf zu pumpen.

Die Wartezeit bis zur Transplantation muss manchmal mit einem Kunstherz oder mit einem Mini-Defibrillator überbrückt werden.
Mehr Informationen zu Kunstherzen und Mini-Defibrillatoren

Herztransplantationen sind seit fast 30 Jahren eine etablierte Methode, um eine Herzinsuffizienz im Endstadium zu behandeln. Technisch möglich sind sie jedoch schon deutlich länger: In Deutschland fand die erste Herztransplantation im Jahr 1969 statt. Pro Jahr werden hierzulande etwa 300 Herzen verpflanzt [1,2].

Etappen einer Organtransplantation

Unabhängig davon, um welches Organ es sich handelt – der Weg zum Leben mit einem Spenderorgan ist nahezu der Gleiche. Man kann sagen, dass alle Organempfänger vier Etappen durchlaufen:

1. Wartezeit: Besteht wegen einer schweren Erkrankung die Notwendigkeit für eine Transplantation, kann sich der Patient auf die so genannte „Warteliste“ setzen lassen. Oft dauert es einige Monate bis Jahre, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht.
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2. Operation: Dann folgt die Transplantation, also die Operation, in der dem Empfänger das Spenderorgan übertragen wird.
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Spezielle Informationen zur Herztransplantation

3. Die ersten Monate: Nach der Transplantation muss das neue Organ seine Arbeit aufnehmen. Normalerweise würde es vom Abwehrsystem des Körpers als „fremdes“ Gewebe erkannt und angegriffen werden. Obwohl hierbei andere Mechanismen zum Tragen kommen, ist das Prinzip vergleichbar mit der Unverträglichkeit zwischen verschiedenen Blutgruppen. Deshalb müssen ab der Transplantation lebenslang Medikamente eingenommen werden, die das Abwehrsystem regulieren (Immunsuppressiva). Nur so kann das Organ vom Körper angenommen werden und funktionieren. In den ersten Monaten nach der Transplantation muss sich der Patient noch sehr oft zu Untersuchungen in seinem Transplantationszentrum vorstellen. Dabei wird unter anderem die Dosierung der Medikamente individuell auf den Patienten abgestimmt.
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4. Das neue Leben: Nachdem sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat, kann das neue Leben genossen werden. Damit die Transplantation langfristig erfolgreich bleibt, muss man einige Dinge beachten.
Mehr Informationen zum neuen Leben

Stand:
20.05.2014

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Erstellt am:
19.08.2009

Aktualisiert am:
15.07.2010, 20.05.2014

Quellen:
[1] DSO (www.dso.de, zuletzt besucht am 14.11.2013)
[2] Eurotransplant (www.eurotransplant.nl, zuletzt besucht am 14.11.2013)

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