Während der Vorbereitung auf eine Lebendspende müssen Blutproben entnommen werden.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Die Vorbereitungsphase einer Lebendspende beginnt bis zu drei Monate vor der Transplantation: Spender und Empfänger werden in einem Gespräch beim Arzt über die Transplantation informiert. Im Anschluss wird beiden Blut abgenommen, um eine Kreuzprobe und eine Gewebetypisierung durchzuführen.

Danach folgen zwei von einem Psychologen geführte medizinisch-psychologische Gespräche. Sie finden sowohl gemeinsam (Spender und Empfänger) als auch einzeln statt. Anschließend folgt eine mehrtägige Phase, in welcher der Spender medizinisch untersucht wird. Sie dient vor allem dazu, das Risiko der Organentnahme zu bestimmen.

Die wichtigsten Untersuchungen im Einzelnen:

  • Blutuntersuchungen
  • Urindiagnostik
  • EKG
  • Röntgenuntersuchung der Lunge
  • Ultraschalluntersuchung des Bauches
  • Endoskopie

Der Empfänger des Organs unterzieht sich ebenfalls diesen Untersuchungen. Hinzu kommen Überprüfungen auf eventuell bestehende Zahnherde (Entzündungen) oder bösartige Wucherungen.

Nachdem die Ergebnisse ausgewertet sind, folgt ein Gespräch zwischen Spender, Empfänger und Chirurg. In diesem wird die endgültige Entscheidung für oder gegen eine Transplantation getroffen.

Anschließend muss der Spender sich noch der Lebendspende-Kommission vorstellen, um dort die Beweggründe für die Organspende zu erläutern. Fällt die Kommission ein positives Urteil, kann das Organ in den nächsten Wochen transplantiert werden.

Stand:
05.12.2017

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010, 20.05.2014, 05.12.2017

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Keller CK, Geberth S: Praxis der Nephrologie. Springer Verlag, Berlin 2007
[2] Universitätsklinik Münster: Aufklärung zur Nierenlebendspende (http://klinikum.uni-muenster.de/ fileadmin/ ukminternet/ Daten/ kliniken/ medd/ 15_Sektion_Transplantationsnephrologie/ Aufklaerung Lebendnierenspende Konsensus NTX AG 25.02.2016 UKM Version.pdf, zuletzt besucht am: 12.05.2017)