Keimarme Ernährung nach der Transplantation
Nach einer Transplantation ist in der Regel eine normale Ernährung mit einigen wenigen Einschränkungen möglich. Wie für alle Menschen ist auch für Transplantierte ein möglichst gesunder und ausgewogener Speiseplan sinnvoll.
Besonders in den ersten Monaten nach der Transplantation ist es ratsam, einige Hinweise zur Ernährung zu beachten:
Wegen der hohen Dosis der immunsuppressiven Medikamente ist das Abwehrsystem noch nicht in der Lage, sich ausreichend gegen bestimmte Keime zu wehren. Um Infektionen zu vermeiden, wird für diese Zeit eine so genannte "keimarme Kost" empfohlen. Eine keimarme Ernährung bezieht sich sowohl auf die Auswahl als auch auf die Zubereitung der Speisen. Rohes Fleisch, roher Fisch (Sushi, Matjes), rohe Eier und Rohmilchprodukte können bedenkliche Mengen an Keimen enthalten. Deshalb ist es empfehlenswert, derartige Nahrungsmittel vor dem Verzehr durchzugaren. Ist dies nicht möglich, gibt es meist eine schmackhafte Variante, gegen die das jeweilige Produkt ausgetauscht werden kann.
Wer Lust auf rohes Obst und Gemüse hat, sollte dies unbedingt gründlich waschen. Es ist empfehlenswert, schälbaren Früchten den Vorzug zu geben - mit einer Einschränkung: Grapefruits und Grapefruitsaft können den Medikamentenspiegel einiger Immunsuppressiva erhöhen. Sie gehören daher nicht auf den Speiseplan! Besondere Vorsicht ist auch bei Nüssen geboten. Nicht selten sind sie mit Schimmelpilzen belastet.
Bei der Wahl der Getränke gilt: Je frischer, desto besser. In Gaststätten sollten Getränke ohne Eiswürfel bevorzugt werden. Wer wenig oder gar keinen Alkohol trinkt, ist generell gut beraten. Die Leber transplantierter Menschen hat bereits mit dem Abbau von Medikamenten viel zu tun.
In unserem Service-Bereich finden Sie die Broschüre „Nach der Transplantation: Keimarme Ernährung" zum Download. Sie enthält ausführliche Informationen zur keimarmen Ernährung in den ersten Wochen und Monaten nach einer Transplantation.
Stand:
02.09.2010