Immunsuppressiva in Tablettenform

Nebenwirkungen von Immunsuppressiva

Die Schwächung des körpereigenen Immunsystems durch Immunsuppressiva ist notwendig, um die Abstoßung und Zerstörung des Transplantats zu verhindern. Immunsuppressiva machen dadurch Transplantationen erst möglich.

Da sie in komplexe Abläufe des Körpers eingreifen, können Immunsuppressiva aber auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Es ist wichtig, dass Transplantierte die häufigsten Nebenwirkungen kennen. Denn durch verschiedene Maßnahmen können sie selbst dazu beitragen, den Nebenwirkungen vorzubeugen oder sie abzuschwächen. Dies wird auf den folgenden Seiten genauer beschrieben.

Die Behandlung mit Immunsuppressiva bewirkt vor allem in der ersten Zeit (bei noch hoher Dosis) eine erhöhte Infektanfälligkeit. Das geschwächte Immunsystem kann Viren, Bakterien und Pilze nicht mehr so effektiv abwehren wie zuvor.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Diabetes mellitus bzw. „Posttransplantdiabetes" (Erhöhung des Blutzuckerspiegels)
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Nierenschädigung
  • Verminderung der Knochendichte („Osteoporose")
  • Muskelschwäche
  • Erhöhung des Blutdrucks
  • Erhöhung des langfristigen Risikos für Tumoren (z. B. Tumore der Haut und des Lymphsystems)

Diabetes sowie erhöhte Blutdruck- und Blutfettwerte können langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Wie man diesen unerwünschten Wirkungen vorbeugen oder sie behandeln kann, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

Stand:
05.12.2017

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010, 20.05.2014, 05.12.2017

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Krukemeyer MG, Lison AE: Transplantationsmedizin. De Gruyter Verlag, Berlin 2006