"Weißer Hautkrebs"
Bei Transplantierten treten überwiegend Hauttumore auf, die zur Gruppe des so genannten "weißen" oder "hellen Hautkrebses" gehören. Die zwei Hauptformen des hellen Hautkrebses sind
- das Plattenepithelkarzinom (= Spinaliom, spinozelluläres Karzinom) und
- das Basalzellkarzinom (= Basaliom).
Das Plattenepithelkarzinom sieht aus wie ein rötlicher Knoten, dessen Oberfläche meist mit fest anliegenden Schuppen und Hornhaut bedeckt ist. Eine Frühform des Plattenepithelkarzinoms wird als aktinische Keratose bezeichnet.
Das Basaliom zeigt sich entweder als knotiges oder als oberflächliches Basaliom. Ein knotiges Basaliom erscheint zunächst als rötlicher Knoten mit aufliegenden kleinen Blutgefäßen. Nach längerer Zeit kann es sich zu einem Geschwür entwickeln. Knotige Basaliome entstehen oft im Gesicht. Ein oberflächliches Basaliom sieht aus wie eine rötliche Fläche bzw. "Platte". Es tritt meist am Körperstamm (Rücken, Bauch, Brust) auf.
Die Tabelle zeigt, um das Wievielfache das Erkrankungsrisiko für verschiedene Hauttumore bei Organtransplantierten erhöht ist.
| Art des Hauttumors | Erhöhtes Erkrankungsrisiko |
|---|---|
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Tabelle: Erhöhung des Risikos von Organtransplantierten, an Hautkrebs zu erkranken, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (nach [1]) |
|
| Plattenepithelkarzinom der Haut | 65- bis 250-fach |
| Plattenepithelkarzinom der Lippe | bis zu 20-fach |
| Kaposi-Sarkom | bis zu 84-fach |
| Bösartige Basaliome | bis zu 10-fach |
| Melanome ("schwarzer Hautkrebs") | bis zu 3,4-fach |
Stand:
19.08.2009