Für die Lebendspende von Organen gibt es strenge gesetzliche Vorschriften. Diese dienen dem Schutz des Spenders und der Vorbeugung von Organhandel. Von medizinischer Seite müssen z. B. die Blutgruppen von Spender und Empfänger zueinander „passen“ – wobei mitunter Ausnahmen gemacht werden.
Eine Lebendspende hat gegenüber der postmortalen Organspende einige Vorteile für den Organ-Empfänger. Da sich der gesunde Spender jedoch in eine Situation begibt, die – wenn auch selten – zu gesundheitlichen Problemen führen kann, sollten sich beide vorab gut informieren und nur „zur Tat schreiten“, wenn sie überzeugt davon sind.
Vor der Lebendspende wird mithilfe medizinischer und psychologischer Untersuchungen überprüft, ob der Spender für die Transplantation geeignet ist. Spender und Empfänger werden von Ärzten ausführlich informiert und beraten. Außerdem muss eine Lebendspende-Kommission der Transplantation zustimmen.
Bei einer Lebendspende werden Spender und Empfänger am gleichen Tag und im gleichen Transplantationszentrum operiert. Sie werden beide am Tag vorher im Krankenhaus aufgenommen. Nach der Transplantation muss der Empfänger länger im Krankenhaus bleiben als der Spender.
Nach der Lebendspende ist der Spender für einige Wochen arbeitsunfähig. Langfristig hat er keine gesundheitlichen Nachteile zu befürchten, sollte sich jedoch regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Lebendspender können weiter ein normales Leben führen und haben in der Regel eine sehr gute Lebensqualität.
Eine Lebendspende muss gut vorbereitet werden. Spender und Empfänger sollten sich umfassend informieren und z. B. die finanzielle Absicherung vorab klären: Die Krankenkasse des Empfängers übernimmt zwar die Behandlungskosten, jedoch nicht alle Ausgaben, die beim Spender anfallen.
Wir haben die wichtigsten Schritte von Spender und Empfänger auf dem Weg zur Lebendspende auf einer A4-Seite für Sie zusammengefasst. Sie können sich das PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.