Akupunktur gehört zu den alternative Behandlungsmethoden bei Allergien.
Akupunktur kann allergische Beschwerden lindern.

Ergänzende und alternative Behandlungsmethoden bei Allergien

Ergänzend zur Allergenkarenz und zur medikamentösen Standard-Behandlung kann man in vielen Fällen mit zusätzlichen Behandlungsmethoden die allergischen Beschwerden lindern.

Entspannungsübungen und Psychotherapie

Psychische Belastungssituationen, wie z. B. emotional belastender Stress oder Konfliktsituationen, können bei manchen Menschen die allergischen Symptome verschlimmern. Bei diesen Allergikern können Entspannungsübungen und/oder eine Psychotherapie hilfreich sein - am wirksamsten ist die Kombination beider Maßnahmen. Entspannungsübungen sind insbesondere bei Asthma und Neurodermitis sinnvoll. Geeignet sind beispielsweise das autogene Training, die progressive Muskelentspannung (Muskelrelaxation) nach Jacobsen sowie Meditation [1,2].

Weitere ergänzende Behandlungsmethoden

Beim Asthma hat sich die Atemtherapie bewährt: In Schulungen und Lungensportgruppen erlernen Asthmatiker die richtige Anwendung von Asthmasprays sowie Übungen, mit denen die Atemmuskulatur gekräftigt und gedehnt wird. Außerdem trainieren sie Atemtechniken, die bei einem Asthmaanfall helfen, die Atmung zu kontrollieren, den Luftfluss zu verbessern und Panik zu vermeiden [3].

Neurodermitische Beschwerden können z. B. durch eine Klimatherapie gebessert werden. Nasenspülungen mit einer salzhaltigen Lösung (Sole) lindern Heuschnupfen-Symptome [4].

Alternative Heilverfahren

Insbesondere bei der Behandlung von Heuschnupfen und Asthma können mit der traditionellen chinesischen Medizin, vor allem der Akupunktur, Erfolge erzielt werden. Eine Bestrahlung der gereizten Nasenschleimhaut mit Rotlicht scheint beim Heuschnupfen Beschwerden lindern zu können. Für andere alternative Heilverfahren konnte die Wirksamkeit bisher nicht belegt werden [4,5].

Beispielsweise gibt es für die Homöopathie widersprüchliche Ergebnisse - manche kleinere Studien scheinen auf eine Wirksamkeit hinzuweisen, andere Studien konnten keinen Nutzen feststellen. Ein homöopathisches Mittel mit der pflanzlichen Ausgangssubstanz Galphimia glauca scheint bei Pollenallergien hilfreich zu sein. Wahrscheinlich wirkt dieses Mittel als Pflanzenextrakt ‑ wie auch andere homöopathische Mittel mit niedriger Potenz. Die Pflanze stammt aus dem brasilianischen Regenwald und wurde schon immer traditionell gegen asthmatische Beschwerden und Allergien verwendet [4,5].

Ausführliche Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten finden Sie unter den
weiterführenden Internetseiten zum Thema Allergie

Stand:
22.03.2010

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Erstellt am:
22.03.2010

Quellen:
[1] http://www.stern.de (besucht am 18.01.2010)
[2] http://www.stern.de (besucht am 18.01.2010)
[3] http://www.stern.de (besucht am 19.01.2010)
[4] http://www.stern.de (besucht am 18.01.2010)
[5] Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) 2008. Allergy 2008; 63 (Suppl 86): 65