Diese Tiere haben eine Gemeinsamkeit: Sie hatten alle einen Unfall – wahrscheinlich beim Spielen – und wurden stark beschädigt. Die Giraffe verlor ihr Bein und der Elefant verletzte sich am Rüssel. Doch sie hatten Glück, denn für alle wurde ein geeignetes Spender-Tier gefunden. Jetzt, nach der speziellen Transplantation, sind die Plüschtiere wieder so lebhaft und verspielt wie vor ihrem Unfall.

Die Kampagne „Second Life Toys“ will Kindern und Erwachsenen demonstrieren, wie Leben durch Spenden gerettet werden können, und wie wichtig es ist, dass Menschen dazu bereit sind. Damit soll auf den Mangel an Spenderorganen aufmerksam gemacht werden. Dieser ist in Japan noch gravierender als in westlichen Ländern, was vor allem kulturell und historisch bedingt ist – jährlich erhalten nur ca. 300 der 14.000 Betroffenen ein Spenderorgan.

Das Prinzip des Projekts ist ganz einfach: Ein Kuscheltier kann entweder als Spender dienen, wenn z. B. nicht mehr gern damit gespielt wird, oder als Empfänger, wenn ein geliebtes Tier kaputt gegangen ist. Zuerst muss ein Foto davon an Second Life Toys gesendet werden, wo geprüft wird, ob eine Transplantation möglich ist. Nach der Bestätigung kann das Tier verschickt werden. Anschließend erfolgt die „Operation“ und nach einem erfolgreichen Verlauf erhält das Kind sein Lieblings-Plüschtier zurück. Wer ein Tier als Spender eingeschickt hat, bekommt einen Dankesbrief vom entsprechenden Empfänger.

Weitere Informationen, ein Video über die Kampagne und die Möglichkeit, sein Kuscheltier einzusenden, gibt es auf der Website von Second Life Toys.

Autoren:
Nora Vogg, Dr. med. Susanne Rödel

Erstellt am:
02.09.2016