Lebertransplantation: Einleitung
Wenn die Leber unheilbar versagt, ist eine Lebertransplantation die einzige Behandlung, die das Leben des schwer kranken Patienten retten kann. Bei einer Lebertransplantation wird die eigene Leber entfernt und die Leber oder ein Leberteil eines Organspenders eingesetzt. Die Spenderleber übernimmt dann alle Aufgaben der geschädigten eigenen Leber. Zu den Aufgaben der Leber gehören z. B. die Entgiftung und viele andere Stoffwechselvorgänge.
Nach der ersten Lebertransplantation im Jahr 1963 hat sich das Verfahren rasant weiterentwickelt [1]. Heute ist die Lebertransplantation eine ausgereifte und gängige Behandlungsmethode. Sie kommt bei vielen verschiedenen Lebererkrankungen zum Einsatz, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten mehr helfen. In Deutschland wurden im Jahr 2008 rund 1.000 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende durchgeführt [2]. Im gleichen Zeitraum wurden 55 Lebendspenden von Teilen der Leber vorgenommen [3].
Etappen einer Organtransplantation
Unabhängig davon, um welches Organ es sich handelt - der Weg zum Leben mit einem Spenderorgan ist nahezu der Gleiche. Man kann sagen, dass alle Organempfänger vier Etappen durchlaufen:
1. Wartezeit: Besteht wegen einer schweren Erkrankung die Notwendigkeit für eine Transplantation, kann sich der Patient auf die so genannte „Warteliste" setzen lassen. Oft dauert es einige Monate bis Jahre, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht.
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2. Operation: Dann folgt die Transplantation, also die Operation, in der dem Empfänger das Spenderorgan übertragen wird.
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3. Die ersten Monate: Nach der Transplantation muss das neue Organ seine Arbeit aufnehmen. Normalerweise würde es vom Abwehrsystem des Körpers als „fremdes" Gewebe erkannt und angegriffen werden. Obwohl hierbei andere Mechanismen zum Tragen kommen, ist das Prinzip vergleichbar mit der Unverträglichkeit zwischen verschiedenen Blutgruppen. Deshalb müssen ab der Transplantation lebenslang Medikamente eingenommen werden, die das Abwehrsystem regulieren (Immunsuppressiva). Nur so kann das Organ vom Körper angenommen werden und funktionieren. In den ersten Monaten nach der Transplantation muss sich der Patient noch sehr oft zu Untersuchungen in seinem Transplantationszentrum vorstellen. Dabei wird unter anderem die Dosis der Medikamente individuell auf den Patienten abgestimmt.
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4. Das neue Leben: Nachdem sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat, kann das neue Leben genossen werden. Damit die Transplantation langfristig erfolgreich bleibt, muss man einige Dinge beachten.
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Stand:
02.09.2010
