Leber

Lebertransplantation: Einleitung

Wenn die Leber unheilbar versagt, ist eine Lebertransplantation oft die einzige Behandlung, die das Leben des schwer kranken Patienten retten kann. Bei einer Lebertransplantation wird die eigene Leber entfernt und die Leber oder ein Leberteil eines Organspenders eingesetzt. Die Spenderleber übernimmt dann alle Aufgaben der geschädigten eigenen Leber. Zu den Aufgaben der Leber gehören z. B. die Entgiftung und viele andere Stoffwechselvorgänge.

Nach der ersten Lebertransplantation im Jahr 1963 hat sich das Verfahren rasant weiterentwickelt [1]. Heute ist die Lebertransplantation eine ausgereifte und gängige Behandlungsmethode. Sie kommt bei vielen verschiedenen Lebererkrankungen zum Einsatz, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten mehr helfen. In Deutschland wurden im Jahr 2016 888 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende durchgeführt [2]. Im gleichen Zeitraum wurden 50 Lebendspenden von Teilen der Leber vorgenommen [2].

Etappen einer Organtransplantation

Unabhängig davon, um welches Organ es sich handelt - der Weg zum Leben mit einem Spenderorgan ist nahezu der Gleiche. Man kann sagen, dass alle Organempfänger vier Etappen durchlaufen:

1. Wartezeit: Besteht wegen einer schweren Erkrankung die Notwendigkeit für eine Transplantation, kann sich der Patient auf die so genannte „Warteliste" setzen lassen. Oft dauert es einige Monate bis Jahre, bis ein geeignetes Spenderorgan zur Verfügung steht. 
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2. Operation: Dann folgt die Transplantation, also die Operation, in der dem Empfänger das Spenderorgan übertragen wird.
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3. Die ersten Monate: Nach der Transplantation ist zunächst eine intensive medizinische Betreuung notwendig. Das neue Organ muss seine Arbeit aufnehmen und soll auch langfristig gut funktionieren. Normalerweise würde es vom Abwehrsystem des Körpers als „fremdes" Gewebe erkannt und angegriffen werden. Obwohl hierbei andere Mechanismen zum Tragen kommen, ist das Prinzip vergleichbar mit der Unverträglichkeit zwischen verschiedenen Blutgruppen. Deshalb müssen ab der Transplantation lebenslang Medikamente eingenommen werden, die das Abwehrsystem regulieren (Immunsuppressiva). Nur so kann das Organ vom Körper angenommen werden und funktionieren. In den ersten Monaten nach der Transplantation muss sich der Patient noch sehr oft zu Untersuchungen in seinem Transplantationszentrum vorstellen. Dabei wird unter anderem die Dosis der Medikamente individuell auf den Patienten abgestimmt.
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4. Das neue Leben: Nachdem sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat, kann das neue Leben genossen werden. Damit die Transplantation langfristig erfolgreich bleibt, sind jedoch weiterhin regelmäßige Nachuntersuchungen am Transplantationszentrum notwendig. Außerdem kann man als Patient viel dazu beitragen, dass das transplantierte Organ lange gut arbeitet, indem man einige Dinge beachtet.
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Stand:
07.12.2017

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010, 20.05.2014, 07.12.2017

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Krukemeyer MG, Lison AE: Transplantationsmedizin. De Gruyter Verlag, Berlin 2006
[2] Deutsche Stiftung Organtransplantation (https://www.dso.de/organspende-und-transplantation/transplantation/lebertransplantation.html, zuletzt besucht am 18.05.2017)
[3] Bechstein WO, Wullstein C et al.: Transplantation abdomineller Organe - was gibt es Neues? Unimed Verlag, Bremen 2005

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