Wie läuft eine postmortale Spende ab?
Der Empfänger
Um ein Spenderorgan erhalten zu können, muss sich ein Patient, der ein Organ benötigt, bei einem Transplantationszentrum vorstellen. Dort wird zunächst festgestellt, ob er für eine Transplantation in Frage kommt. Ausschlaggebend hierfür sind der allgemeine gesundheitliche Zustand des Patienten sowie die Erfolgsaussichten des Eingriffs in seinem speziellen Fall. Die Entscheidung, ob eine Transplantation angestrebt werden soll, treffen Patient und Arzt gemeinsam nach Abwägung aller Nutzen und Risiken.
Ist die Entscheidung für eine Transplantation getroffen, setzt das Transplantationszentrum den Patienten bei Eurotransplant auf die Warteliste. Eurotransplant ist eine europäische gemeinnützige Stiftung mit Sitz in den Niederlanden. Innerhalb der kooperierenden Staaten werden Organe von verstorbenen Spendern ausschließlich über Eurotransplant an Empfänger vermittelt. Zur Internetseite von Eurotransplant
Der Spender
Die Krankenhäuser melden der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), sobald ein Verstorbener für eine Organspende in Betracht kommt. Hierzu müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod eines potenziellen Spenders festgestellt haben. Anschließend sprechen sie mit den Angehörigen, um zu klären, ob der Verstorbene seine Einwilligung für eine Organentnahme gegeben hat oder ob eine Organentnahme im Sinne des Verstorbenen wäre. Ist dies der Fall, untersuchen die Ärzte den Spender und geben die Daten über die DSO an Eurotransplant weiter. Dort wird ein passender Empfänger für das Organ ermittelt. Lebt dieser Empfänger in Deutschland, informiert Eurotransplant die DSO und das zuständige Transplantationszentrum.
Die Transplantation
Die DSO organisiert in Zusammenarbeit mit dem Transplantationszentrum die Entnahme und den Transport des Organs. Nach der Übergabe an das Transplantationszentrum wird dem Empfänger das Organ transplantiert. Dieser Teil des Ablaufs wird in der Etappe „Die Operation" näher beschrieben.
Stand:
02.09.2010