Nierentransplantation
Bei einer Nierentransplantation werden die beiden Nieren des Organempfängers in der Regel im Körper belassen. Vor Beginn der Operation wird dem Patienten ein Zugang zur Halsvene gelegt. Darüber können ihm Medikamente verabreicht werden. Außerdem wird ein Blasenkatheter gelegt.
Bereits vor der Operation präpariert der Operateur die Spenderniere, damit sie für die Transplantation bereit ist. Im Verlauf der Operation wird sie dem Patienten in das so genannte kleine Becken eingesetzt. Dazu muss der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt an der entsprechenden Stelle den Körper öffnen.
Anschließend legt der Chirurg Beckenvene und Beckenarterie des Empfängers frei und verbindet diese mithilfe einer speziellen Technik mit der Nierenarterie und -vene des Spenderorgans. Nun schließt er den Harnleiter des neuen Organs an die Harnblase an. Am Ende der Transplantation legt er einen Drainageschlauch und beginnt damit, den Körper wieder zu verschließen. Die Operation ist damit beendet.
Eine Niere reicht vollkommen aus, um zukünftig das Blut des Patienten zu filtern.
Da jeder gesunde Mensch über zwei Nieren verfügt, sind die Voraussetzungen für eine Lebendspende sehr günstig. Circa 20 % aller transplantierten Nieren stammen in Deutschland mittlerweile von Lebendspendern - bei steigender Tendenz.
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Stand:
02.09.2010