Bei einer Nierentransplantation wird die neue Niere in das kleine Becken transplantiert.
Die neue Niere wird in das kleine Becken eingesetzt.

Nierentransplantation

Bei einer Nierentransplantation werden die beiden Nieren des Organempfängers in der Regel im Körper belassen. Vor Beginn der Operation wird dem Patienten ein Zugang zur Halsvene gelegt. Darüber können ihm Medikamente verabreicht werden. Außerdem wird ein Blasenkatheter gelegt.

Bereits vor der Operation präpariert der Operateur die Spenderniere, damit sie für die Transplantation bereit ist. Im Verlauf der Operation wird sie dem Patienten in das so genannte kleine Becken eingesetzt. Dazu muss der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt an der entsprechenden Stelle den Körper öffnen.

Anschließend legt der Chirurg Beckenvene und Beckenarterie des Empfängers frei und verbindet diese mithilfe einer speziellen Technik mit der Nierenarterie und -vene des Spenderorgans. Nun schließt er den Harnleiter des neuen Organs an die Harnblase an. Am Ende der Transplantation legt er einen Drainageschlauch und beginnt damit, den Körper wieder zu verschließen. Die Operation ist damit beendet.

Eine Niere reicht vollkommen aus, um zukünftig das Blut des Patienten zu filtern.

Da jeder gesunde Mensch über zwei Nieren verfügt, sind die Voraussetzungen für eine Lebendspende sehr günstig. Circa 20 % aller transplantierten Nieren stammen in Deutschland mittlerweile von Lebendspendern - bei steigender Tendenz.

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Stand:
05.12.2017

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010, 20.05.2014, 05.12.2017

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Bechstein WO, Wullstein C et al.: Transplantation abdomineller Organe - was gibt es Neues? Unimed Verlag, Bremen 2005
[2] Krukemeyer MG, Lison AE: Transplantationsmedizin. De Gruyter Verlag, Berlin 2006
[3] Medizinischer Beirat von „Transplantation verstehen"