Bei einer Lebendspende werden Spender und Empfänger im gleichen Transplantationszentrum operiert.
Spender und Empfänger werden in der gleichen Klinik operiert.
Lebendspende (Seite 2 von 2)

Wie läuft eine Lebendspende ab?

Organspender und -empfänger werden im gleichen Transplantationszentrum operiert. In der Regel werden sie einen Tag vor der Operation ins Transplantationszentrum einbestellt. Dort wird nochmals eine Kreuzprobe durchgeführt und der aktuelle Gesundheitszustand überprüft. Der Empfänger nimmt die ersten Immunsuppressiva ein. Ergeben sich keine Hindernisse für den Eingriff, findet die Transplantation am nächsten Tag statt.

Die Operation wird am nächsten Tag „überlappend" durchgeführt. Zunächst kommt der Spender in den Operationssaal, wo mit der Entnahme des Organs begonnen wird. Etwa zwei bis drei Stunden später - bereits vor dem Ende der Organentnahme - wird mit der Operation des Empfängers begonnen.

Die Dauer einer Transplantation unterscheidet sich je nach zu transplantierendem Organ. Zudem hängt sie von den individuellen Voraussetzungen der Patienten und dem Verlauf der Operation ab.

Das Risiko der Transplantation ist für Spender und Empfänger gering. Nur selten kommt es während der Operation zu Komplikationen.

Nach der Transplantation verbleibt der Spender noch für mehrere Tage im Krankenhaus. Der Empfänger muss etwas länger im Krankenhaus beobachtet und betreut werden. Für ihn ist die Situation ähnlich wie bei Empfängern einer postmortalen Organspende: Es muss überwacht werden, ob das neue Organ seine Arbeit gut aufnimmt. Um eine Abstoßungsreaktion zu vermeiden, muss eine optimale Dosis für die Einnahme von Immunsuppressiva gefunden werden.

Stand:
02.09.2010

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Wissenschaftlicher Beirat von „Transplantation verstehen"
[2] Nierenlebendspende. Broschüre der Fachklinik Bad Heilbrunn (www.fachklinik-bad-heilbrunn.de, zuletzt besucht: 05.01.2010)