Herzultraschalluntersuchung nach Transplantation des Herzens
Nach einer Herztransplantation wird z. B. regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung des Herzens vorgenommen.
Nach der Transplantation (Seite 1 von 4)

Das neue Organ beginnt zu arbeiten

Nach der Transplantation ist am wichtigsten, dass das neue Organ seine Arbeit aufnimmt, also gut funktioniert. Daher wird die Organfunktion mit verschiedenen Untersuchungen engmaschig überwacht. Kommt es zu Problemen, können die Ärzte frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen. Für die Überwachung des neuen Organs können u. a. folgende Methoden zum Einsatz kommen:

  • Blutuntersuchungen
  • Blutzuckermessungen
  • Ultraschall-Untersuchungen
  • Urinuntersuchungen
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Körperliche Untersuchungen (z. B. Tastuntersuchungen)
  • Biopsien

Für jedes Organ gibt es spezielle Untersuchungen oder Blutwerte, mit denen die Funktion des Organs überprüft wird:

  • Niere: Serum-Kreatinin, glomeruläre Filtrationsrate (GFR), Kreatininclearance
  • Leber: Serumkonzentrationen von GOT, GPT, Bilirubin, Cholinesterase
  • Herz: Herzultraschall (Echokardiogramm)
  • Lunge: Blutgasmessungen, Lungenfunktionsuntersuchungen
  • Pankreas: Serum-Lipase, Serum-Amylase

Ein erhöhtes Risiko für Komplikationen besteht nach einer Herztransplantation. Wenn die Durchblutung innerer Organe während der OP oder danach gestört ist, kann es zu Funktionsstörungen dieser Organe kommen. Insbesondere Nieren, Leber und endokrine Organe sind dadurch gefährdet. In bis zu 30 % der Fälle kommt es vorübergehend zu einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz. Die engmaschigen Untersuchungen im Anschluss an die Transplantation sichern jedoch, dass Probleme frühzeitig erkannt und therapiert werden.

Um die Erholung im Anschluss an eine Transplantation zu unterstützen, werden Transplantierte von einem Team medizinischer Fachkräfte betreut. Zu dieser Betreuung gehören meist auch Schulungen, in denen Organempfänger Informationen über das richtige Verhalten mit einem neuen Organ aufgeklärt werden. Transplantierte sollen so früh wie möglich „Experten" für ihren eigenen Körper werden und selbst die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.

Eine Voraussetzung für das Funktionieren des transplantierten Organs ist die Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen. Hierüber erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr.

Stand:
02.09.2010

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Krukemeyer MG, Lison AE: Transplantationsmedizin. De Gruyter Verlag, Berlin 2006
[2] Wissenschaftlicher Beirat von „Transplantation verstehen"