Gespräch in einer Selbsthilfegruppe
Emotionale Verarbeitung (Seite 1 von 1)

Hilfe durch Selbsthilfegruppen und psychotherapeutische Begleitung

Menschen mit einem neuen Organ haben häufig das Bedürfnis, sich über ihre Transplantation und das Leben mit einem Transplantat auszutauschen. Doch Außenstehenden und auch Angehörigen fällt es oftmals schwer, sich in die besondere Situation transplantierter Menschen hineinzuversetzen. Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, dass Organempfänger Kontakt zu anderen Transplantierten aufnehmen, ihre Erfahrungen teilen und sich so gegenseitig unterstützen.

Selbsthilfegruppen und Betroffenenverbände sind ideale Anlaufstellen, um mit anderen transplantierten Menschen ins Gespräch zu kommen. Meist sind sie jedoch mehr als ein reiner Vermittler von persönlichen Kontakten. Hinzu kommen weitere Beratungsangebote für Transplantierte, Angehörige und Menschen auf der Warteliste.

Vielen Transplantierten ist es ein Bedürfnis, ihre Erfahrungen an Menschen weiterzugeben, die vor einer Organtransplantation stehen. Dies ist über Selbsthilfegruppen und Verbände möglich.

Verschiedene Verbände setzen sich auch für die öffentliche Diskussion des Themas Organspende und für die Steigerung der Organspendezahlen ein.

In unserem Service-Bereich finden Sie eine Liste mit überregionalen Selbsthilfegruppen und Verbänden. Regionale Selbsthilfegruppen sind in einer Landkarte verzeichnet.

Auch eine psychotherapeutische Begleitung kann helfen, sich an die neue Lebenssituation zu gewöhnen. Manche Transplantierte sind ängstlich und trauen sich im Alltag oder Berufsleben nicht viel zu. Die notwendige Medikamenteneinnahme, die Gefahr eines Transplantatversagens und die möglichen Folgen der Immunsuppression werden mitunter als Bedrohung empfunden. Eine Psychotherapie kann dazu beitragen, diese Ängste abzubauen und das „fremde“ Organ und die mit ihm verbundenen Lebensveränderungen als etwas Hilfreiches erleben zu können [1].

Stand:
02.09.2010

Autor, Datum, Quellen

Inhaltlich verantwortlich:
Dr. med. Susanne Rödel

Aktualisiert am:
02.09.2010

Erstellt am:
19.08.2009

Quellen:
[1] Wutzler U, Venner M: Psychosoziale Nachsorge bei Organtransplantation. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(3): 38.
[2] Deutsche Stiftung Organtransplantation (www.dso.de, Stand: 30.04.2009)