Beim Tischtennis
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Das neue Leben

Nach drei Monaten beginne ich wieder zu arbeiten. Drei Monate sind seit der Transplantation nun vergangen. Drei Monate dialysefreie Zeit. In einer Reha bin ich nicht gewesen, habe mich zu Hause erholt. Viel Bewegung und Physiotherapie haben mir gut getan. An ein Leben ohne Dialyse habe ich mich schnell gewöhnt. Langsam werde ich kräftiger. Muskulatur und Kreislauf werden besser. Der Abstand der Kontrolluntersuchungen wird größer und die Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Organ wächst. Der „starre Blick" auf den Kreatininwert wird gelassener - auch wenn das Herzklopfen beim Erhalt neuer Blutwerte bleibt. Der Rehabilitationsprozess geht weiter: Die Defizite hinsichtlich Muskulatur, Kreislauf und Knochenbau verlieren sich nicht in drei Monaten. Gerade meine Knochen sind durch die Störung des Knochenstoffwechsels noch lange nicht „die alten".

Der erste Urlaub: Eine Woche segeln auf dem Ijsselmeer. Segeln war mir in der Dialysezeit nicht möglich und so war dies ein großer Wunsch von mir, zumal ich immer in drei Stunden wieder im Transplantationszentrum sein konnte - also Urlaub mit „Netz". Der nächste Urlaub war dann mit einer Flugreise verbunden - also ohne Netz und doppelten Boden.

Etwa neun Monate nach der Transplantation habe ich mit meiner „alten" Sportart Tischtennis wiederbegonnen. Die regelmäßige Teilnahme an den Weltspielen der Organtransplantierten war für mich immer wieder ein Highlight und hat mich in verschiedene Länder gebracht. Ein weiterer Gewinn an Lebensqualität war die Möglichkeit, wieder diätfrei zu leben. Zudem schmeckte das Essen auch wieder besser, was natürlich auch an dem erweiterten Speisezettel lag.